Das neue Corona-Warnsystem "PES" ("Hund") besteht auf fünf Stufen. Aktuell befindet sich Tschechien in der vierten Stufe. Foto: Ministerstvo zdravotnictví České republiky

++ Neues Modell regelt Corona-Lockerungen ++ Deutschland ist Risikogebiet ++ Reproduktionszahl unter 1

Am 18. November öffnen in Tschechien wieder die Grundschulen für die ersten und zweiten Klassen. Foto: ČTK/Glück Dalibor

Im Oktober hatte die tschechische Regierung aufgrund der angespannten Corona-Lage landesweit alle Schulen geschlossen. Ab dem 18. November sollen nun die Grundschulen für die ersten und zweiten Klassen wieder öffnen. Der nationale Notstand steht aber vor einer erneuten Verlängerung, auch wenn sich die Ausbreitung der Pandemie inzwischen verlangsamt.

Tschechien gleicht seine Corona-Reiseampel an europäische Regelungen an. Foto: Tschechisches Außenministerium

Ab dem kommenden Montag gelten für die Einreise in die Tschechische Republik neue Beschränkungen, die anhand einer Corona-Reiseampel geregelt werden. Für die Einreise aus den meisten europäischen Ländern ist dann ein negativer Coronatest nötig.

Auf dem Platz der Freiheit im Stadtzentrum von Brünn (Brno) bewegen sich nur wenig Menschen. Foto: ČTK/Weber Pavel

Die Verlängerung des Notstands bis Anfang Dezember ist so gut wie sicher. Doch was passiert, wenn die Infektionszahlen dann immer noch nicht stagnieren?

Gesundheitsminister Roman Prymula. Foto: ČTK/Šimánek Vít

Gesundheitsminister Roman Prymula wurde am Mittwochabend bei einem Restaurantbesuch gesehen, obwohl diese momentan geschlossen haben. Premierminister Andrej Babiš legte ihm den Rücktritt nahe, was Prymula aber ablehnte. Babiš schlug daraufhin Präsident Zeman Prymulas Entlassung vor. Der wahrscheinliche Nachfolger ist bereits bekannt.

Die Karlsbrücke in Prag am Abend. Foto: ČTK/Šimánek Vít

Einreisen sind nur noch aus triftigem Grund möglich, die Grenzen werden aber nicht kontrolliert.

Seit Mittwoch gilt in Tschechien auch draußen wieder eine Maskenpflicht. Foto: ČTK/Šimánek Vít

Um einen drohenden Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern, schränkt Tschechien das öffentliche Leben massiv ein. Ab Donnerstag müssen Geschäfte und Dienstleister schließen, die Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt.

Nach Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der tschechischen Regierung kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Foto: ČTK/Vondrouš Roman

Am Sonntagnachmittag demonstrierten auf dem Prager Altstädter Ring einige hundert Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der tschechischen Regierung. Nach dem vorzeitigen Ende der Veranstaltung kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, darunter vor allem Hooligans, und der Polizei. Es gab mehrere Verletzte und einige Dutzend Festnahmen.

Ab Miitwoch wird das öffentliche Leben in Tschechien wieder heruntergefahren. Foto: ČTK/Kamaryt Michal

Nachdem die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen extrem angestiegen ist, zieht die tschechische Regierung nun die Notbremse und beschränkt das öffentliche Leben massiv: Ab Mittwoch müssen Gaststätten für knapp drei Wochen komplett schließen, im öffentlichen Raum soll ein Alkoholverbot gelten. Grundschulen werden ebenfalls geschlossen. Maximal sechs Personen dürfen sich versammeln.

Die Bürgermeisterpartei Starostové a Nezávislí (STAN) feiert ihren Sieg. Mitte: Parteichef Vít Rakušan. Foto: ČTK/Deml Ondřej

Die Opposition dominiert den Senat. Neue stärkste Kraft ist die Bürgermeisterpartei STAN. Auch die ODS legt zu. Die Regierung hat im Oberhaus des tschechischen Parlaments dagegen nur noch neun Sitze.

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