Gesundheitsminister Adam Vojtěch und Premierminister Andrej Babiš (v.l.) auf einer Pressekonferenz am 10. März. Foto: ČTK/ Šulová Kateřina

Ab 1. September gilt in Tschechien wieder eine Maskenpflicht. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung zu Beginn der letzten Woche ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aber hauptsächlich nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend. Nach einem Treffen mit Premierminister Andrej Babiš nahm Gesundheitsminister Adam Vojtěch einen Teil der Maßnahmen wieder zurück.

Etwa 1.000 Menschen versammelten sich am vergangenen Sonntag auf dem Prager Altstädter Ring unter dem Motto "Freies Belarus 2020", um Solidarität mit den Protestierenden in Belarus auszudrücken. Foto: Manuel Rommel

Die Vertreter von insgesamt 17 nationalen Minderheiten und Gemeinden haben einen Appell an den belarussischen Botschafter in Prag verfasst. Darin fordern Sie ein Ende der Gewalt in Belarus und die Durchführung freier und demokratischer Wahlen. Mitunterzeichnet hat auch die deutsche Minderheit.

Ab September ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wieder in allen öffentlichen Verkehrsmitteln sowie geschlossenen Innenräumen in ganz Tschechien Pflicht. Foto: ČTK/Ožana Jaroslav

Ab dem 1. September ist das Tragen einer Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln und geschlossenen Innenräumen in ganz Tschechien wieder Pflicht. Dies gab der Gesundheitsminister Adam Vojtěch in einer Pressekonferenz am Montagmittag bekannt. 

"Tschechien ist mit euch", steht auf einem großen Banner, das Protestierende auf dem Prager Palackého náměstí mitgebracht haben. Foto: Manuel Rommel

Nach der offenkundig manipulierten Präsidentschaftswahl in Belarus haben massenhafte Proteste das Land erfasst. Auch in Tschechien zeigen viele Menschen Solidarität mit den Protestierenden und fordern Lukaschenkas Rücktritt. Für Verwunderung sorgten angeblich in Tschechien hergestellte Blendgranaten, die belarussische Spezialeinheiten gegen die Demonstranten einsetzten.

Tschechien schickt ein Rettunsgteam nach Beirut. Foto: Twitter/ Hasičský záchranný sbor ČR

Nachdem am gestrigen Dienstag zwei Explosionen die libanesische Hauptstadt Beirut erschütterten und dabei mehr als 100 Menschen ums Leben kamen, schickt Tschechien Hilfe in Form eines Rettungsteams.

Mehrere Hundert Menschen protestierten am Montag in Ostrau gegen die neuen Corona-Maßnahmen in der Mährisch-Schlesischen Region sowie gegen die tschechische Regierung. Foto: ČTK/Ožana Jaroslav

Karwin (Karviná) und Friedeck-Mistek (Frýdek-Místek) sind seit einigen Wochen die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Bezirke in Tschechien. Aufgrund steigender Corona-Zahlen hatte das Kreis-Gesundheitsamt am vergangenen Freitag die bisher nur für die beiden Bezirke geltenden Maßnahmen auf die gesamte Region Mährisch-Schlesien ausgeweitet. Das stieß auf Unmut und Kritik bei Politikern und Bürgern.

Seit vergangenen Freitag werden in der Bergbauregion Karwin massiv auf Corona-Infektionen getestet. So auch in der Grube von Steinau (Stonava). Foto: ČTK/Ožana Jaroslav

In den letzten Tagen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Tschechien stark angestiegen. Doch es geht nicht um die zweite Welle, sondern lokale Ausbrüche der Infektion vor allem in Mährisch-Schlesien. Während landesweit weiter gelockert wird und zum Beispiel die Maskenpflicht wegfällt, kommen auf diese Gebiete nun erneute Einschränkungen hinzu.

Eine Maskenpflicht gilt in Tschechien ab dem 1. Juli nur noch in Ausnahmefällen - Foto: ČTK/Šimánek Vít

Die tschechische Regierung beschloss weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen und beendet die Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln ab 1. Juli. In einigen Regionen können die Maßnahmen jedoch vorerst bestehen bleiben.

Die Karlsbrücke in Prag. Foto: Manuel Rommel

So überraschend, wie sich die deutsch-tschechische Grenze Mitte März schloss, so überraschend geht sie wieder auf. Die tschechische Regierung beschloss heute morgen, dass sich die Grenze nach Deutschland und Österreich bereits heute Mittag, 12 Uhr, öffnet. Auch nach Ungarn sind ab diesem Zeitpunkt Reisen uneingeschränkt möglich. Premierminister Andrej Babiš nennt ökonomische Gründe.

Grenzpicknick im Elbsandsteingebirge. Die Öffnung der Grenze wird am 15. Juni Wirklichkeit Foto: Steffen Neumann

Ab 15. Juni öffnet Tschechien seine Grenzen wieder für alle Bürger nicht nur der Nachbarstaaten. Ein Ampelsystem teilt die Länder in risikoarme und Risikoländer. Außerdem beschließt Tschechien weitere Lockerungen vor allem beim Mundschutz.

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