Herbert Haischmann überlebte mit 14 Jahren den Komotauer Todesmarsch. Nach dem Krieg ging er mit der Familie nach Deutschland und machte Karriere als Jurist. / Foto: Arche Noah Filmproduktion

Herbert Haischmann aus Komotau (Chomutov) überlebte den Todesmarsch aus seiner Stadt und die anschließende Lagerinternierung mit nur 14 Jahren. Über seine traumatischen Erlebnisse sprach er mit unserer polnischen Partnerzeitung Wochenblatt.

Bernd Fabritius bei der Konferenz der Landesversammlung in Prag, Oktober 2018 / Foto: Peggy Lohse

Der Bundesbeauftragte Bernd Fabritius sprach am Rande der Konferenz der deutschen Minderheit mit dem LandesEcho über das Deutsche im tschechischen Schulwesen, über die Prioritäten seiner Arbeit, die Stärkung der deutschen Sprache in Tschechien und verriet seine böhmischen Lieblingsspeisen.

Gwyn Nissen, Chefredakteur des Nordschleswiger - Foto: Karin Riggelsen, Der Nordschleswiger

Jüngst schlugen die Wellen hoch in der Deutschen Zentralbücherei im dänischen Apenrade (Aabenraa). Der Chefredakteur der Zeitung der deutschen Minderheit, dem Nordschleswiger, Gwyn Nissen, stimmte Leser des Blatts auf dessen Ende und den Übergang zu reiner Online-Berichterstattung ein. Im Gespräch mit dem LandesEcho erläutert er, weshalb er das als riesige Chance begreift und weshalb die Deutschen in Dänemark generell nicht meckern können.

Foto: Jan Čižinský - Bild: Wikimedia Commons/Jiří Majer, CC BY-SA 4.0

Jan Čižinský holte als Bürgermeister des siebenten Prager Stadtbezirks mit seiner Bewegung „Praha sobě“ (Prag für sich) nicht nur die absolute Mehrheit in seinem Stadtteil, sondern wurde mit dem Bündnis aus dem Stand drittstärkste Kraft in der ganzen Stadt. Bereits letztes Jahr sprach er mit dem LandesEcho über Stadtteilmanagement und Kommunalpolitik.

Foto mit Christian Ernst Weißgerber - Bild: Tomáš Randýsek

Den ersten Kontakt zu Rechtsradikalen hatte Christian Ernst Weißgerber mit 15 Jahren bei einer Demonstration gegen Einschnitte im deutschen Sozialsystem im thüringischen Eisenach. Damals gefielen ihm das betont maskuline Auftreten und die Selbstdarstellung als Verteidiger angenommener gemeinsamer Werte. Es blieb nicht bei einer passiven Faszination. Er tauchte in die rechte Szene ein und war dort über sechs Jahre äußerst aktiv. Heute, mit 29, warnt er vor rechtem Gedankengut und erzählt von seinem Ausstieg.

Giuanna Beeli und Kasia Siemasz von der der JEV (Jugend Europäischer Volksgruppen) beim LandesEcho-Gespräch in Berlin / Peggy Lohse

Warum Minderheitenthemen viel mehr sind als nur Interessen einzelner Volksgruppen und wie junge Menschen mit Minderheitenhintergrund in Europa gefördert und gefordert werden wollen, erörtern die Präsidentin und die neue Geschäftsführerin der JEV (Jugend Europäischer Volksgruppen), Giuanna Beeli und Kasia Siemasz, im Gespräch mit dem LandesEcho. 

Protestierende Männer 1968 vor dem Rundfunkgebäude - Foto: copyright © Josef Koudelka / Magnum Photos

In der Nacht auf den 21. August vor 50 Jahren beendeten die Armeen von fünf Bruderstaaten den Prager Frühling. Als Angehörige der berühmten 36er-Generation, zu der auch Václav Havel gehörte, erlebte Alena Wagnerová den Reformprozess aktiv mit. Im Gespräch spricht sie über die Entstehung des Prager Frühlings, sein gewaltsames Ende und was wir heute aus den Ereignissen lernen können.

2000 Worte beeinflussten ihr ganzes Leben: Vor 50 Jahren unterzeichnete die junge Sängerin Yvonne Přenosilová das „Manifest der 2000 Worte“ von Ludvík Vaculík. Wenige Wochen später war der Prager Frühling vorbei, die damals 21-Jährige musste die Tschechoslowakei verlassen. Im Gespräch erinnert sie sich an die Ereignisse 1968, den Neuanfang in München und an Mick Jaggers Kenntnisse in Geographie.

Foto: Jean Boué vor dem Prager Kino Ponrepo - Bild: LE/David Josiger

Im Rahmen des Minifilmfestivals zum Thema Migration (MIGFILM) am 4. und 5. April wurde in Prag unter anderem der deutsche Dokumentarfilm „Refugee11“ gezeigt. Die Dokumentation begleitet eine aus Migranten bestehende Fußballmannschaft in Deutschland. Vor Ort war auch der Regisseur von „Refugee11“, Jean Boué. Im Gespräch mit dem LandesEcho spricht er unter anderem über die Motivation hinter der Dokumentation und wieso Mülltrennung zeigt, wie absurd in Deutschland mit Integration umgegangen wird.

Foto: Nils Zimmermann mit weiteren Akteuren des Netzwerks bei einer Veranstaltung - Bild: Achiv Nils Zimmermann

In den vergangenen zwei Jahren schufen fünf zivilgesellschaftliche Organisationen aus Deutschland, Österreich, Polen und Bulgarien mit „Competendo“ eine gemeinsame Internet-Plattform für Wissensaustausch, Methodenbücher und Best Practice Beispiele im Bereich der Bürgerbeteiligung. Im Mittelpunkt steht dabei die Kompetenzentwicklung der Lernenden. Selbstbestimmte Lernbiographien und neue Ansätze bei non-formaler Bildung erklärt Competendo-Koordinator Nils Zimmermann vom MitOst-Netzwerk.

Zum Anfang