Aktuelle Seite: StartseiteIm Gespräch„Ich bin Christ und ich bin Pfadfinder“

„Ihre Geschichte verdient es, erzählt zu werden“

Foto: Thomas Morse - Bild: Archiv

Thomas Morse hat die Oper „Frau Schindler“ komponiert, die am 9.März 2017 in München Premiere haben wird. Im LandesEcho-Interview erklärt er, warum Emilie Schindlers Geschichte mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Queen von Wien

Foto: Conchita Wurst - Bild: Emily Prucha

Wärmer hätte der Augustnachmittag nicht sein können, an dem ich das Vergnügen hatte, mich inmitten der schwülen Prager Altstadt mit niemandem anderem zu treffen, als der heißesten Österreicherin der Gegenwart: Concita Wurst, der Eurovision Song Contest Gewinnerin. Sie war an die Moldau gekommen, um Prague Pride zu eröffnen, eines der größten mitteleuropäischen Festivals, an dem Schwule und Lesben sich selbst und das Leben allgemein ausgelassen feiern.

 

 

Hier regiert ganz einfach die Macht des Stärkeren

Foto: Sophie Hohenberg de Potesta - Bild: Jiří Brauner

Das meint Sophie Hohenberg de Potesta, Urenkelin von Franz Ferdinand d´Este und Sophie Chotek-Hohenberg. Im LE Gespräch erzählt sie, wie sie sich mit Böhmen verbunden fühlt und warum die Enteignung ihrer Vorfahren grobes Unrecht war.

 

 

Gespräch: „Einfach die Augen verschließen, kommt mir scheinheilig vor“

Foto: Kateřina Tučková - Bild: LZ Archiv

Mit ihrem preisgekrönten Erstlingswerk „Die Vertreibung der Gerta Schnirch“ hat Kateřina Tučková einen wichtigen Beitrag zur tschechischen Vergangenheitsbewältigung geleistet, besonders auch im Hinblick auf den Brünner Todesmarsch. Im Gespräch mit der LandesZeitung beschrieb sie, was sie antreibt.

 

Politik kennt keinen Feierabend

Hartmut Koschyk - Foto: tra

 

Hartmut Koschyk, neuer Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, besuchte das Brünner Symposium der Ackermann-Gemeinde „In der Mitte Europas“ und nahm sich zwischen zwei Terminen Zeit für ein Interview mit der LandesZeitung.

 

„Der politische Islam ist konfliktfördernd“

Der deutsch-ägyptische Politologe und Buchautor Hamed Abdel-Samad ist ein beliebter Gast bei Talkshows und im Feuilleton. Während einer Stippvisite in Prag sprach er mit der LZ über den Islam.

Hamed Abdel-SamadSie sagen, Sie seien vom Glauben zum Wissen konvertiert. Schließt das eine das andere aus?

Das muss sich nicht ausschließen, wenn man beides auseinanderhält. In meinem Fall ging es aber nicht anders, da der Glaube in meine Erziehung sehr tief eingedrungen war – und in meine Lebensplanung. Mein Vater war ja Imam. Das war schon ein Hindernis. Denn wenn der Glaube zu viel Einfluss auf die Erziehung, auf die politische Ausrichtung, auf das Verständnis von Forschung, Wissenschaft hat, dann kann das eine das andere ausschließen. Es gibt gläubige Menschen, die wissend sind – Wissenschaftler, die Glauben und Wissen voneinander getrennt haben. Da eine Trennung für mich nicht möglich war, da ich in meiner Kindheit die Religion sozusagen mit der Muttermilch bekommen habe, war zunächst mal die radikale Lösung, sich von einer Seite zu trennen, um auf der anderen Seite anzukommen.

Haben Sie sich von der Religion oder vom Glauben getrennt? Das ist ja ein Unterschied.

Es ist ein Unterschied. Glaube ist etwas, was nicht erfassbar ist. Es ist etwas, das immer im Wandel, in Bewegung ist. Wissen auch. Ich halte nichts von Aspekten der Religion, des Glaubens, die exklusiv sind, die andere ausgrenzen, die gegen die Vernunft, die gegen ein friedliches Zusammenleben sind. So gesehen habe ich mich von den politischen und juristischen Seiten des muslimischen Glaubens, konfliktgeladen oder konfliktfördernd sind, getrennt.

 

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