Tschechien lockert die Mundschutzpflicht ab 25. Mai - Foto: ČTK/Šimánek Vít

Tschechien beschleunigt seinen Ausstieg aus den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Mundschutz muss draußen nur noch bis zum 25. Mai getragen werden. Bereits am Montag sind neue Lockerungen in Kraft getreten.

Noch am 8. Mai flog die Rote Armee Luftangriffe auf Děčín. Foto: Staatliches Kreisarchiv Tetschen (Děčín)

Die Tschechoslowakei fiel Hitler-Deutschland schon lange vor Kriegsbeginn zum Opfer und wurde erst als eines der letzten Länder Europas befreit. Nach Böhmen und Mähren kam der heiße Krieg erst in den letzten Wochen, dafür umso blutiger und einen Tag länger. Kurz darauf begann der Terror erneut, diesmal von tschechischer Seite.

Die Mundschutzpflicht wird auch noch über den Notstand hinaus gelten, Foto: ČTK/Peřina Luděk

Die tschechische Regierung konnte ihren Wunsch im Parlament nun doch fast komplett durchsetzen. Und sie kündigt schon jetzt eine Verlängerung der Beschränkungen über Mitte Mai hinaus an.

Die deutsch-tschechische Grenze wird wieder etwas durchlässiger. Foto: Egbert Kamprath

Ab heute ist das verhängte Reiseverbot Geschichte. Die Regierung lockerte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Bei Wiedereinreise muss allerdings ein ärztlicher Nachweis über einen Negativ-Corona-Test vorgelegt werden. Die Grenzkontrollen bleiben. Ab Montag gelten zudem Erleichterungen für Arbeitspendler.

Seit heute wird in Tschechien flächendeckend auf Covid-19 getestet, wie z.B. am Náměstí míru in Prag - Foto: ČTK/Vlk Vojtěch

Ein Prager Gericht erklärte einzelne Maßnahmen des tschechischen Gesundheitsministeriums gegen die Ausbreitung des Coronavirus für nicht rechtskräftig. Betroffen sind u.a. die Maßnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit und des Einzelhandels. Die Regierung hat nun bis Montag Zeit, die Maßnahmen in die Notstandsgesetzgebung zu überführen.

Die Grenze zu Österreich bei Nikolsburg (Mikulov)/Ottenthal, Foto: ČTK/Odehnalová, Martina

Zuletzt hatte eine Aussage von Präsident Zeman zur Dauer der Grenzschließung für Verärgerung gesorgt. Doch selbst aus der Regierung kommen widersprüchliche Töne. An einem klaren Fahrplan zur Öffnung fehlt es bislang.

In der Kuppel des Berliner Reichstagsgebäudes - Foto: Manuel Rommel

Nachdem die tschechische Regierung am Dienstag einen Plan veröffentlichte, wie das Land schrittweise zur Normalität zurückkehren soll, kündigte auch Deutschland die ersten Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen an.

Am Dienstag beschloss das Parlament die Verlängerung des nationalen Notstands bis Ende April - Foto: Peggy Lohse

Das tschechische Parlament beschloss eine Verlängerung des nationalen Notstands bis zum 30. April. Dafür gibt es erste Erleichterungen, wie eine teilweise Öffnung von Läden und Sportstätten. Auch die Grenze wird ein kleines bisschen geöffnet.

Streben eine Verlängerung des Notstands bis Ende April an: Premier Andrej Babiš (rechts) und Gesundheitsminister Adam Vojtěch (links), Foto: ČTK/Šulová Kateřina

In wenigen Tagen läuft der nationale Notstand aus. Eine Verlängerung gibt es nur durch das Parlament. Dort zeichnet sich Zustimmung ab - unter einer Bedingung.

Wahlsieger Igor Matovič, Foto: ČTK/Deml Ondřej

Unser Kommentator Luboš Palata macht sich aus dem Ergebnis der Parlamentswahl in der Slowakei keine Illusionen. Die 15 Jahre dominierende Regierungspartei Smer Robert Ficos ist jedoch abgewählt und für die bisherige Opposition sogar eine verfassungsgebende Zweidrittelmehrheit möglich.

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