„Das Filmfest“ veranstaltet ein Sommerkino mit den deutschen Filmen „Absurdistan“ und „Love Machine“ in Prag und Brünn. Außerdem in den Kulturtipps: Die Ausstellung „Kunst für alle“ des österreichischen Künstlerpaars Makis und Heide Warlamis im Österreichischen Kulturforum Prag sowie das Kulturfestival „Anežka Live" in der Prager Altstadt und im Agneskloster.

„Absurdistan“ und „Love Machine” im Sommerkino in Prag und Brünn

Das Goehte-Institut Prag empfiehlt an verschiedenen Tagen ein Sommerkino im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das Filmfest“. Am Dienstag, den 7. Juli wird um 21 Uhr in Prag 7 im Kino Pláž der deutsche Spiefilm „Absurdistan“ von Veit Helmer (2008) gezeigt. Der Regisseur siedelt seinen dritten Kinofilm an den Rändern der Realität an, wo Märchen, Magie und Visionen verschmelzen. Seit ihrer Kindheit gelten Aya (Kristýna Maléřová) und Temelko (Maximilian Mauff) als füreinander bestimmt. Nun fiebern sie endlich der ersten Liebesnacht entgegen. Die wird nach alter Tradition mit Hilfe der Sterne festgelegt und mit einem gemeinsamen Bad begonnen. Doch kurz vor dem ersehnten Termin versiegt der Brunnen. Als die Männer des Dorfes keinerlei Anstalten machen, den Schaden zu beheben, greifen die Frauen zu einem drastischen Mittel und treten in einen Streik. Der Film schafft mit skurriler Komik und überbordendem Einfallsreichtum seine eigene Welt, die reich an filmischen Zitaten und Anspielungen ist und im Nordwesten Aserbaidschans, abseits des Kino-Mainstreams, gedreht wurde.In "Absurdistan" von Veit Helmer verschmelzen Realität, Märchen, Magie und Visionen. Foto: Das Filmfest

In "Absurdistan" von Veit Helmer verschmelzen Realität, Märchen, Magie und Visionen. Foto: Das Filmfest

Am Donnerstag, den 9. Juli läuft um 21 Uhr im Prager Kino Pláž und um 21.30 Uhr im Letní Kino in Brünn (Brno) der Spielfilm „Love Machine“ von Andreas Schmied (2019). Kein Job, keine Wohnung und nur noch 8 % Akku? Kein Problem für Georgy Hillmaier (Thomas Stipsits). Nachdem er aus seiner Wohnung geworfen wurde und sein Bandkumpel durch plötzlichen Herztod verstirbt, hat er die zündende Geschäftsidee: Er stellt sich und seinen Körper der Damenwelt entgeltlich zur Verfügung. Das Geschäft brummt und alles scheint in Ordnung mit dem neuen Leben. Bis er sich in die Fahrlehrerin Jadwiga (Claudia Kottal) verliebt. Ein verliebter Callboy? Eher unpassend in diesem Berufsfeld. Georgy muss sich entscheiden…

Die Filme werden jeweils in deutscher Sprache mir tschechischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt für die beiden Filme im Prager Kino Pláž ist frei, im Letní Kino in Brünn kostet der Eintritt 50 CZK (ca. 1,80 €).

Mehr Informationen zu den einzelnen Sommerkinos auf der Veranstaltungsseite des Goethe-Instituts. Weitere Informationen zum Sommerkino in Prag und Brünn finden Sie hier.

„Kunst für alle“

Das Österreichische Kulturforum Prag (ÖKF) präsentiert in Kooperation mit dem Kunstmuseum Waldviertel eine Ausstellung des österreichischen Künstlerpaares Makis und Heide Warlamis unter dem Titel „Kunst für alle“. Ihre breitgefächerte Kunstwelt reicht von Architektur, Malerei, Skulptur und Poesie bis zu Gegenständen, die den „Alltag mit Esprit und Humor bereichern“ und umfasst auch Design für Porzellan, Leuchten, Möbel, Teppiche und Mode. Gemeinsam gründete das Künstlerpaar 1992 das Internationale Zentrum für Kunst und Design I.DE.A. und 2009 das Kunstmuseum Waldviertel mit angeschlossenem Skulpturenpark, das nahe der tschechischen Grenze in Schrems gelegen ist. Das Museum ist ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Kunst und Natur. Seit Jahrzehnten werden ihre Werke in großen Museen und Ausstellungszentren in Europa, USA, Asien, Nordafrika und Japan präsentiert und sind vertreten in internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen, wie z. B. Graphische Sammlung der Albertina, Museum Moderner Kunst Wien, DAM Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Russische Akademie der Künste Moskau.Makis Warlamis: "Arche der Natur". Das Künstlerpaar Warlamis stellt im Österreichischen Kulturforum Prag ihre breitgefächerten Kunstwerke aus. Foto: ÖKF/ Makis Warlamis

Makis Warlamis: "Arche der Natur". Das Künstlerpaar Warlamis stellt im Österreichischen Kulturforum Prag ihre breitgefächerten Kunstwerke aus. Foto: ÖKF/ Makis Warlamis

Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Gesamtschaffen gibt die Ausstellung in der Galerie des ÖKF Prag einen kleinen Einblick in diese vielfältige und reiche Welt künstlerischen Schaffens. Makis Warlamis, der in frühen Jahren auch an der Universität für Angewandte Kunst in Wien unterrichtete, arbeitete stets in großen Bilderzyklen zu unterschiedlichen Themenkreisen: Architektur – Natur – Landschaft – Universum – Mensch und sakrale Themen. Besonders die Themenkreise Architektur und Natur sind in der Ausstellung in Prag zu sehen.

Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, den 9. Juli, und ist bis zum 11. November in den Räumen des Österreichischen Kulturforums in Prag 1 (Jungmannovo náměstí 18) zugänglich. Mehr Informationen auf der Webseite des ÖKF.

Nationalgalerie eröffnet Kulturfestival „Anežka Live" in der Prager Altstadt

Im Prager Agneskloster hat bereits am vergangenen Dienstag, den 30. Juni, das Kulturfestival „Anežka Live" begonnen. Wie in den vergangenen drei Jahren veranstaltet die Prager Nationalgalerie (Národní galerie) dort den ganzen Sommer über Autorenlesungen, Workshops und Diskussionsrunden. Das Programm umfasst zudem Akrobatik-, Tanz- und Theatervorstellungen. Im Klostergarten werden ab Mittwoch, den 8. Juli, regelmäßig Kinofilme gezeigt.

Der Eintritt in die Klosteranlage ist frei. Tickets für die Veranstaltungen des Festivals „Anežka Live" kosten zwischen 50 CZK (ca. 1,80 €) und 350 CZK (ca. 13 €).

Mehr Informationen zum genauen Programm des Festivals finden Sie auf der Webseite der Nationalgalerie oder der Facebook-Seite.Im Garten des Anežka-Klosters können sich Besucher den ganzen Sommer über auf Akrobatik, Yoga- und Tai-Chi-Kurse sowie auf ein Sommerkino freuen. Foto:  Národní galerie Praha (NGP)

Im Garten des Anežka-Klosters können sich Besucher den ganzen Sommer über auf Akrobatik, Yoga- und Tai-Chi-Kurse sowie auf ein Sommerkino freuen. Foto: Národní galerie Praha (NGP)