Die Fußgängerzone in Troppau - Foto: Friederike Aschhoff

Ein Wochenende, das alles beinhaltete: Eine schöne schlesische Stadt, Gastfreundschaft, das Kennenlernen von neuen, sehr netten und aufgeschlossenen Menschen. Und dann gab es natürlich auch noch eine Einweisung in das Schreiben von Artikeln dazu. So verlief die Mai-Medien-Meisterklasse von Landesversammlung und LandesEcho.

Mitte Mai fand ein Medienworkshop der Landesversammlung statt. Die Teilnehmer, darunter auch ich, bekamen von LandesEcho-Chefredakteur Steffen Neumann und „Johnny“-Klein-Preisträger Kilian Kirchgeßner eine Einführung in das journalistische Schreiben. Mit dabei war auch Jonas Richter, ifa-Kulturmanager bei der Landesversammlung, der den Workshop organisiert hatte. Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) hatte den Workshop im Rahmen der Förderung der deutschen Minderheit in Tschechien finanziert.

troppauworkshop1

Am Freitagmittag trafen wir uns im Begegnungszentrum des Schlesisch-Deutschen Vereins in Troppau (Opava). Und nach einer kurzen theoretischen Einführung ging es auch schon direkt los mit der Praxis. In zwei Gruppen unterteilt führten wir entweder ein Interview mit Richard Neugebauer, dem Chef der Bohemia Troppau, um ein Porträt über ihn zu schreiben. Oder wir wurden von Hans Korbel, dem Vorsitzenden des Schlesisch-Deutschen Vereins, durch Troppau geführt. Auch hier war es die Aufgabe am nächsten Tag einen Artikel zu schreiben.

Vielleicht ist „schreiben“ hier nicht ganz der richtige Ausdruck. Denn natürlich kann man in den zwei Stunden, die wir Zeit zum Schreiben hatten, keinen vollständigen Artikel verfassen. Oder zumindest wir als Beginner können es (noch) nicht. Denn die Teilnehmer waren neben einer ehemaligen, einer aktuellen und einer zukünftigen Praktikantin des LandesEchos noch eine Mitarbeiterin der TANDEM-Jugendaustausch-Koordinierungsstelle in Pilsen (Plzeň), sowie Angehörige der deutschen Minderheit aus ganz Tschechien. Das Teilnehmerfeld war also angenehm weit gefächert. Zum Glück harmonierten wir alle miteinander, denn unter einer entspannten Teilnehmeratmosphäre lässt sich ja bekanntlich besser arbeiten.

Vormittags schrieben wir noch an den Porträts und Stadtimpressionen. Zu den Artikeln gab es dann direkt ein Feedback. Hier machte es sich sehr bezahlt, dass unsere Teilnehmerzahl begrenzt war, denn eine so individuelle Besprechung hätten wir sonst nicht bekommen. Nach der Mittagspause folgte ein Wechsel der Gruppenaufgabe, damit alle die beiden Artikelformen ausprobieren und ein Feedback zu ihrer Arbeit bekommen konnten.

troppauworkshop3

Und ehe man’s sich versah, war es schon Samstagabend! Das bedeutete leider schon das Ende für unsere lehrreiche und kurzweilige Zusammenkunft. Einige reisten noch am selben Tag ab, andere blieben noch eine Nacht länger in Troppau. Ich gehörte zur letzteren Gruppe und ging mit einem der anderen Teilnehmer spontan zu dem Fußballrelegationsspiel Opava gegen Příbram. Weil die Troppauer Mannschaft gewann, war die Stimmung im Stadion ausgelassen. Und am nächsten Tag ging es für uns alle zurück nachhause.

Was bleibt, sind die Kontakte, hilfreichen Tipps für das Artikel-Schreiben und überaus positive Erinnerungen an die Gastfreundschaft des Troppauer Vereins, der uns während des gesamten Workshops mit Leckereien und Getränken versorgt hat.


Das könnte Sie auch interessieren:

Wenn man mit der U-Bahn in Prag unterwegs ist, sieht man häufig Tschechen mit einem Buch in der Hand. Kein Wunder also, dass die Prager Buchmesse ein so breitgefächertes Angebot zu bieten hatte. Obwohl mir dort etwas fehlte.

Artikel teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

„Die Werkstatt zu verkaufen, wäre das Allerletzte!“ Tomáš Bernard in seinem Element / Foto: Richard Neugebauer

In der Reihe „Aktuelle Generation“ stellen sich Vertreter der Deutschen in Tschechien vor. Tomáš Bernard (51) aus Köberwitz (Kobeřice) ist Tischler. Jüngst hat er mit seinem kleinen Unternehmen einen Kredit der Bohemia Troppau erhalten. Dem LandesEcho erzählt er seine Geschichte.

LandesBlog – Erste Tage in Prag Teil II Logo: Landesblog klein

Nachdem ich im letzten Teil das Joghurt-Desaster überlebt und mit Mattoni-Wasser nachgespült habe, lerne ich in den folgenden Tagen meinen Praktikumsplatz, die deftige böhmische Küche und unerträgliches Sirenengeheul kennen.

Zum Anfang